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Dienstag, 22. September 2009

Aus. Ende. Vorbei.

Ich hatte es eigentlich gewusst. Die Abfuhr kam einen Tag später. Dafür umso ernüchterner. Ich weiß nicht mehr welches Wort genau sie benutze aber es war so in der Art "schockiert". Sie würde nie etwas mit einem verheirateten Mann anfangen, ich hätte ein Gelöbnis abgelegt, das würde schon wieder werden mit meiner Frau. Blubb, blubb, blubb.

Gleichzeitig die Drohung dass ich die Arbeit jetzt nicht schleifen lassen sollte sonst würde sie zum Chef gehen. Und mehr als Kollegen wären wir nicht.

Aber ich will nicht zu sehr auf ihr rumhacken. Der Fehler liegt bei mir. Ich hätte diesen Schritt früher machen sollen. Nicht nur diesen. Dieser Tag zeigt mir, das mein entscheidender Fehler schon lange zurückliegt. Ich habe es nie korrigiert. Das ist die Quittung.

Kurz danach war ich recht klar im Kopf. Ich erwarte im Moment nichts mehr. Ich fühle mich leer und hoffnungslos. Ich lasse die Gefühle nicht hochkommen, ich funktioniere nur noch.
lovehunter - 26. Sep, 20:35

Nun ist es ausgesprochen. Die Dinge sind klar. Wenngleich für dich nicht so wie du es dir gewünscht hast. Aber es macht keinen Sinn sich so lange Zeit für diese Frau in romantischen Gefühlen zu ergehen. Lass dich nicht zu sehr hängen. Es steht einfach nicht dafür.

liebesfrust - 28. Sep, 21:06

Mit der Abfuhr hatte ich ja irgendwie gerechnet. Aber erst hat Sie mich 1,5 Tage warten lässt und es dann eiskalt und sehr distanziert mit mir gesprochen. Das hat mich fast mehr getroffen.
lovehunter - 29. Sep, 13:54

An diesem Verhalten sieht man, dass sie kein Mitgefühl hat. An der Frau hast du nichts verpasst. Ich weiß, dass man in dieser Situation zunächst immer anders denkt, aber im Nachhinein lächelt man dann irgednwann, wie sehr man sich reingesteigert hat, und was man in vermeintlichen Signalen zu sehen glaubte.
liebesfrust - 29. Sep, 14:01

Du hast wahrscheinlich 100% Recht. Aber wenn man sich 4 Jahre in einen Gedanken reinsteigert fällt der Abschied von eben diesem besonders schwer.

Natürlich ist die menschliche Entäuschung extrem groß. Sie hat sich zwar in manchen Situationen immer etwas distanziert verhalten aber oft genug auch anders. Nur "Kollege" kann das nicht immer gewesen sein.

Anderseits möchte ich ihr das gerne noch auf das Butterbrot schmieren aber anderseits auch wieder nicht. Dann werde ich in Zukunft den lieben Kollegen spielen. Nochmal werde ich mich nicht so entblößen.

desperatehouseman - 29. Sep, 14:57

Ich äußere mich jetzt äußerst ungern. Du bist verletzt, etc...
Ich habe deinen Brief gelesen und geschluckt. Du widersprichst dir dauernd selbst:
"Verliebt ist jetzt sicherlich etwas übertrieben aber es vergeht eigentlich kein Tag mehr an dem ich nicht an dich denken muss."
am Ende: "Ich liebe dich,"

schleimst: "Zu guter letzt kann man mit dir hervorragend zusammen arbeiten. Ich finde das nicht selbstverständlich dass du neben deinen üblichen Tätigkeiten, dich noch so gut in die anderen Arbeiten rein gehangen hast. Alle bisherigen „Kolleginnen“ konnten dir nicht annähernd das Wasser reichen."

(ist ja völlig unerheblich - du magst sie ja wohl nicht wegen ihren hervorragenden Arbeitsergebnissen)

"Nur deine Partnervorstellung war für mich ein Tiefschlag. Natürlich deshalb, weil das auf mich kaum zutrifft."
Es ist ihr Wunsch. Warum solltest du das ändern können? Du kannst höchstens mit anderen Dingen überzeugen.

"Mir ist auch klar dass selbst wenn es doch eine Chance für mich geben würde, ich nicht sofort mein Köfferchen packen kann."
Den Satz finde ich persönlich ziemlich übel. Er sagt a) Ich verlasse meine Frau für dich, aber b) nicht so schnell. Entweder du liebst deine Frau noch, oder nicht. Aber das hier sieht so aus, als ob du immer noch eine Rückfalllösung brauchst.

"damit ich nicht völlig den Kopf verliere."
Du hast den Kopf verloren (soll keine Verurteilung sein).

"ich will nicht weiter nur von der Hoffnung leben. Obwohl ich wahrscheinlich immer hoffen werde. "
Ich glaub das würde mir als Frau Angst machen. Drückt aus, dass du sie nie in Ruhe lassen wirst weil du immer noch an eine Zukunft glaubst.

"Alles andere wäre ein Erfolg für mich und würde mich sehr freuen. Es würde mich auch freuen wenn wir wirklich richtige Freunde wären."

Hü und hott. Wenn wir nicht in die Kiste springen, dann lass uns ab und an reden....

"sondern dir mehr Komplimente machen sollen." Man bekommt keine Frauen rum durch Komplimente. Dass du sie toll findest weiss sie. Wenn du willst, dass sie dich toll findet, helfen dir Komplimente auch nicht weiter.

"Du hast es verdient einen richtig tollen Mann zu finden, mit dem du glücklich werden kannst und deine Träume in Erfüllung gehen. Auch wenn es nicht ich bin."
Aber insgeheim denkst du schon an dich selbst. Wär ja sonst blöd.

"Ich liebe dich,"
Ich glaube es gibt gute Gründe, dass nicht in einem ersten Date zu sagen. Darunter zähle ich auch einen Brief.

Wenn dir dieser Beitrag nicht passt, dann lösche ihn. Wenn er dich verletzt, dann tut es mir leid. Meine Intention war, meine ehrliche Meinung zu äußern. Das ist meine Meinung und sagt nichts aus, ob das so richtig ist oder nicht. Ich hoffe, dir geht es wieder besser. Und wenn dir wirklich was an deiner Frau und deinen Kindern liegt, dann sag ihnen das.
Alles Gute!

DH

liebesfrust - 29. Sep, 23:24

Ich werde einen Teufel tun und das löschen! Du hast es sachlich und ehrlich vorgetragen und meistens (leider) Recht. Mit Kritik muss ich schon umgehen können, bin ehrlich gesagt froh das es einer tut. Kritik ist die Chance zur Verbesserung. Außerdem hab ich hier schon schlimmere Kommentare gelesen.

Mittlerweile trete ich mir selber in den Arsch. War wirklich selten dämlich. Ich habe den Brief nicht mehr gelesen, wahrscheinlich weil ich weil das es Murks ist.

Ich habe mir vor langer Zeit mal geschworen, nie wieder einer Frau zu verheimlichen was für Sie empfinde. Ich habe es einmal einer Frau nicht gesagt. Daran knabbere ich heute noch ein bisschen. Nicht weil ich für Sie noch was empfinde (das habe ich schon vor Ewigkeiten überstanden) sondern wegen der Ungewissheit, ob ich eine Chance gehabt hätte oder nicht.

Wahrscheinlich unterlag dieser Brief auch zu sehr diesem Diktat. Da wollte ich es wohl zu gut machen.

Aber das zeiht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Bin halt ein "Liebes- und Beziehungslegasteniker".

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